Prof. Andreas Hoffjan (TU Dortmund) verstärkt Managementforschung am IWW Zentrum Wasser

Die Gesellschafterversammlung des IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH hat Prof. Dr. Andreas Hoffjan als neuen wissenschaftlichen Direktor für den IWW-Bereich „Managementberatung“ bestellt. Damit folgt Prof. Hoffjan
seinem Vorgänger Prof. Helmut Schulte (Essen), der sich nach erfolgreichem Aufbau der Managementberatung aus seinen beruflichen Engagements zurückzieht.
Prof. Hoffjan hält seit 2007 den Lehrstuhl für Unternehmensrechnung und Controlling an der Technischen Universität Dortmund. Zuvor war er als Gastwissenschaftler und Dozent an renommierten Hochschulen in China, Kanada, den USA und Frankreich tätig und zuletzt an der angesehenen privaten Wirtschaftshochschule WHU (Koblenz) Inhaber des Lehrstuhls für Controlling und Regulierungsökonomik. Für Prof. Hoffjan bietet vor allem die Praxisnähe von IWW interessante Perspektiven: „In der Energiewirtschaft arbeiten wir schon seit einigen Jahren an den Randbedingungen einer effizienten Versorgung. Beim Trinkwasser wird in Deutschland hierzu Neuland beschritten. Passende Controllingwerkzeuge und effiziente Strukturen für die Wasserversorger sind international wichtige Forschungsthemen.“
Dr. Wolf Merkel, technischer Geschäftsführer des IWW, beschreibt die Arbeitsschwerpunkte der kommenden Jahren so: „Trinkwasserversorgung erfordert aufgrund der starken naturräumlichen Prägung andere Herangehensweisen als in der Energieversorgung. Forschung und Entwicklung von geeigneten Strategien und Werkzeugen im Management von Wasserversorgern sind die Beiträge von IWW für eine sichere und nachhaltige Wasserversorgung.“ Die IWW-Managementberatung hat diesen Themenbereich in den letzten Jahren maßgeblich gestaltet. Mit dem IWA-Kennzahlensystem wurde der Benchmarkingstandard für die deutsche Wasserversorgung etabliert. Aktuelle Themen sind wissenschaftliche Kriterien zur Vergleichbarkeit und Werkzeuge zur Effizienzanalyse von Wasserversorgern. Die Verbindung der IWW-Praxisnähe mit der wissenschaftlichen Kompetenz einer neutralen Hochschule eröffnet der Wasserversorgung den Zugang zu Methodenkompetenz und neue Gestaltungsmöglichkeiten in der Preisdebatte.
IWW Zentrum Wasser hat neben seinem Hauptstandort in Mülheim an der Ruhr zwei Regionalstandorte IWW-Nord (Diepholz; Niedersachsen) und IWW Rhein-Main (Biebesheim am Rhein, Hessen). Im Jahr 2009 haben mehr als 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Umsatz von über 7 Mio EUR erwirtschaftet. IWW ist ein An-Institut der Universitäten in Duisburg-Essen und Mainz und kooperiert mit weiteren Hochschulen in Nordrhein-Westfalen und Hessen.